Unternehmen & Geschichte Über 2000 Jahre höchste Qualität

TÖNISSTEINER ist seit über 2000 Jahren Deutschlands älteste Römerquelle und somit der Urvater der Deutschen Mineralwässer. Die Historie ist anhand von römischen Münzfunden und alten Quellenfassungen bis 48 v. Chr. Geburt nachweisbar.

1501 wird der Name „Heylborn“, soweit bis heute bekannt, erstmals in Aufzeichnungen des Archivs der Stadt Andernach erwähnt, der die Quellen damals gehörten.

1595 beurteilt Joh. Guiterius aus Andernach, Professor der Arzneikunde in Straßburg und Paris, den „Heylborn“ in seinen Gutachten als „ganz vorzügliche Quelle“. Andere Autoritäten der damaligen Zeit bezeichneten TÖNISSTEINER als den „Brunnen der Gesundheit, wunderbar in der Wirkung“ und „Quelle unseres Zeitalters“.

Etwa von 1650 an weist das Andernacher Stadtarchiv jährliche Eintragungen über die „Bornträger“ auf, die in Scharen zum „Heylborn“ zogen um daselbst ihre Kruglasten zu füllen. Auch der Fuhrwerksverkehr von Andernach zum Heilbrunnen, um „Sauerwasser“ abzuholen und auf Rheinkähne zu verfrachten, war zeitweise so rege, dass die Fuhrleute die Bestellung ihrer Äcker vernachlässigten.

1739 erwarb Kurfürst Clemens August von Köln, dem bereits Quellen in Bad Tönisstein gehörten, die TÖNISSTEINER Quelle im Pöntertal. Um diese Zeit wurde an der neuerworbenen Quelle eine Fassung aus Lahnmarmor angebracht, die noch heute erhalten ist. Aus einem Bericht der kurfürstlichen Hofkammer von 1741 geht hervor, dass fast alle Orte zwischen Andernach und Remagen den Brunnen benutzten und der jährliche Versand 60.000 Krüge betrug.

Nach 1761, dem Jahr, in dem Clemens August verstarb, erlosch das Interesse seiner Nachfolger am Heilbrunnen, und er geriet immer mehr in Verfall.

1803 hörte das Kurfürstentum Köln auf zu bestehen.

1803 bis 1814 waren die Rheinlande von den Franzosen besetzt und der Heilbrunnen mitsamt Bad Tönisstein französisches Staatseigentum. Das Carmeliterkloster Antoniusstein, das Bad Tönisstein und dem Tönissteiner Sprudel seinen namen gab, wurde „säkularisiert“ und verfiel; seine Reste sind heute als Ruinen zu besichtigen.

1814 bis 1886 waren die Quellen im Eigentum der preußischen Krone. Sie vergab den Mineralwasserversand einige Jahrzehnte lang an Pächter. Das Kurhaus und die kurfürstliche Residenz in Bad Tönisstein fielen später einem Brand zum Opfer.

1862 wurden bei Aufräumungsarbeiten in einer Quellenfassung an die hundert römische Münzen gefunden, darunter auch silberne, die von Caesar bis Kaiser Constantin (324 bis 337 n. Chr.) stammen.

1886 gingen der Heilbrunnen und Bad Tönisstein durch Kauf an den Großindustriellen August Thyssen aus Mülheim/Ruhr über.

1887 entdeckte man etwa 27 m von dieser Quelle entfernt eine im Laufe vieler Jahrhunderte vollkommen verschüttete zweite mit einer Fassung aus Brohltal-Tuffstein. Sie enthielt insgesamt 238 meist bronzene römische Münzen aus der Zeit von 48 v. Chr. bis 408 n. Chr. - ein Beweis der fast viereinhalb Jahrhunderte währenden Benutzung durch römische Legionäre und Steinmetze, die in den Tuffbrüchen des nahen Brohltals beschäftigt waren. Die Münzen stellen Weihegaben dar, die den Quellgottheiten (u.a. Apollo) von solchen geopfert wurden, die entweder Heilung erflehten oder für Ihre Wiedergenesung Dank bezeugten.

Römische Tonkrüge, Ziegel, Öllampen und Scherben sind mehrfach bei Erdarbeiten in jüngster Zeit in unmittelbarer Nähe gefunden worden. Mehrere Gräber aus der Merowinger und fränkischen Zeit, auf die man ebenfalls stieß, lassen die Annahme zu, dass die Quellen auch nach dem Abzug der Römer aus Germanien ihre Anziehungskraft behielten.

1891 erwarb der Chemiker Dr. Carl Kerstiens den Heilbrunnen, während Bad Tönisstein bei August Thyssen verblieb. Dr. C. Kerstiens benannte den Heilbrunnen fortan „TÖNISSTEINER SPRUDEL“. Dr. C. Kerstiens gab dem Unternehmen durch mehrfache Erweiterungen, Neubohrungen und Errichtung eines Kohlensäurewerks (1903) eine breitere und gesunde Grundlage. Sein viel zu früher Tod in 1908 bremste weitere Expansionspläne.

1918 Eintritt von Dr. Rudolf und Karl Kerstiens in die väterliche Firma. Nach dem ersten Weltkrieg wurden die Betriebsanlagen und Geschäftsbeziehungen sukzessive ausgebaut.

1929/30 wurde eine weitere Quelle in 632 m Tiefe gebohrt.

1936 konnte Bad Tönisstein mit großem Gelände hinzuerworben und damit der im Jahr 1891 zerrissene Zusammenhang des ehemaligen kurfürstlich-kölnischen Besitzes wieder hergestellt werden.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges zählte der Heilbrunnen zu den leistungsfähigsten deutschen Brunnenbetrieben und „TÖNISSTEINER SPRUDEL“ war eines der meist verbreitetsten Mineralwässer Deutschlands.

Seit Herbst 1944 war Bad Tönisstein Sitz des Hauptquartiers West, und die Hallen am Heilbrunnen dienten als Unterstellung für über 100 Militärfahrzeuge. Nur einem „Versehen“ beim alliierten Bombenkommando ist es zuzuschreiben, dass das Brohltal mit seinen Seitentälern verschont blieb.

Die 50-er Jahre unter der Leitung von Dr. Rudolf und Karl Kerstiens standen fast ausschließlich unter dem Zeichen der Rationalisierung, die mit ständiger Kapazitätsausweitung einherging.

1953 gelangten die ersten Gabelstapler zum Einsatz. Mit deren Hilfe gelang es, die vorhandenen Flächen bis zum Dreifachen vom Bisherigen für Lagerzwecke auszunutzen, so dass damals schon bis zu 4 Mio. Füllungen Vollgut gelagert werden konnten.

Ende der 50-er bzw. Anfang der 60-er Jahre vollzog sich ein Führungswechsel von der zweiten zur dritten Familiengeneration: Dr. Manfred Kerstiens als Geschäftsführer für Vertrieb & Marketing, sein Schwager, Dipl.-Ing. Peter Körner, als Technischer Leiter und sein Vetter, Helmut Dannhorn, zuständig für Finanzen/Verwaltung. 1960 verstarb Dr. Rudolf Kerstiens nach kurzer schwerer Krankheit.

1960 wurde die Kohlensäureabteilung stillgelegt, da die vorhandene Kohlensäure bei der Getränkeabfüllung nutzbringender eingesetzt werden konnte. In den Folgejahren stieg der Jahresabsatz zweistellig. Ende der 60-er bzw. Anfang der 70-er Jahre wurde die Kundschaft von 5 rheinland-pfälzischen Mineralbrunnen übernommen.

1969/1970 wurden die Hebelverschluß-Flaschen ersetzt durch die nach wie vor erfolgreichste Mehrwegflasche, die sogenannte Mineralwasser-Perlenflasche. Die Holzkästen wurden gegen Kunststoffrahmen ausgetauscht.

1974 war TÖNISSTEINER bei der Fußball-Weltmeisterschaft ausgewählter Mineralwasserlieferant für die deutsche Nationalelf unter Trainer Helmut Schön. Die deutsche Nationalelf wurde Weltmeister!

Ständige bauliche Erweiterungen und technische Neuerungen sowie Kapazitätserweiterungen prägten die 60-er, 70-er und 80-er Jahre.

Anfang der 90-er Jahre wird die Geschäftsleitung an die vierte Familiengeneration übergeben. Dipl.-Ing. Tilman Kerstiens und sein Cousin Dipl.-Betriebswirt Klaus Körner übernehmen die Geschäftsführung.

Seit 1.1.1991 firmiert das Familienunternehmen als „Privatbrunnen TÖNISSTEINER SPRUDEL Dr. C. Kerstiens GmbH“.


1991 und 1998 wurden am durch die Tallage äußerst beengten Standort 2 statisch aufwendige Stockwerksbauten, jeweils zur Aufnahme von Glas-Mehrweg-Hochleistungsproduktionslinien, errichtet. Die Lagerkapazitäten wurden auf 13 Mio. Flaschen-Vollgut ausgebaut. Das Netz der Mineralwasserquellen wurde erweitert und modernisiert.

1995 Einführung von formschönen Exclusiv-Flaschen mit Facettenoptik in der 0,25l- bzw. 0,75l-Größe für die Gastronomie.


2001 Inbetriebnahme einer neuen hochmodernen PET-Mehrweganlage. Erweiterung des Sortiments um Mineralwässer und Erfrischungsgetränke in umweltfreundlichen PET-Mehrwegflaschen.

2009 Erweiterung der Produktionskapazitäten für PET-Einweg. Die TÖNISSTEINER Mineralwässer wurden mehrfach in den letzten Jahren mit nationalen und internationalen Auszeichnungen und Bestbewertungen prämiert:
• Monde Selection mit dem begehrten Grand Gold Award
• International Taste Quality Institut (iTQi) mit dem Crystal Taste Award, seit 2013 den Diamond Taste Award
• Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) mit Goldmedaillen für alle Mineralwässer
• Öko-Test mit Bewertung “sehr gut” für TÖNISSTEINER Medium und TÖNISSTEINER Naturelle
TÖNISSTEINER zählt heute zu den 25 bekanntesten Mineralwassermarken in Deutschland und belegt in der Gastronomie eine obere Spitzenposition.
In Belgien entwickelte sich TÖNISSTEINER zur größten deutschen Mineralbrunnen-Exportmarke.

2013 übernimmt Klaus Körner die alleinige Geschäftsführung. 105 motivierte Mitarbeiter im Vertrieb, in der Verwaltung und in den betrieblichen Abteilungen stellen täglich unter Beachtung der hohen Qualitätsvorgaben und nach den strengen Kriterien der IFS-Zertifizierung (International Food Standard) einen kontinuierlichen und reibungslosen Betriebsablauf sicher.


Trotz einer über 2000-jährigen Tradition ist das Familienunternehmen offen für vernünftige und marktgerechte Innovationen.